Gebärmutterschleimhaut aufbauen

Die Gebärmutterschleimhaut spielt eine entscheidende Rolle für die weibliche Fruchtbarkeit. Sie ist der Ort, an dem sich eine befruchtete Eizelle einnistet und eine Schwangerschaft beginnt. Aber was passiert, wenn die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend aufgebaut ist? In diesem Blog erfährst Du, wie wichtig die Dicke der Gebärmutterschleimhaut ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Als Experten rund um die Schwangerschaft zeigen wir vom vitelly-Team Dir außerdem, wie Du auf natürliche Art Deine Gebärmutterschleimhaut aufbauen kannst.

Warum ist eine gesunde Gebärmutterschleimhaut wichtig?

Die Gebärmutterschleimhaut, auch Endometrium genannt, wird während jedes Menstruationszyklus neu aufgebaut. Sie dient als Auskleidung der Gebärmutter und als Nährboden für eine befruchtete Eizelle. Eine zu dünne oder nicht ausreichend aufgebaute Gebärmutterschleimhaut kann die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung des Embryos verringern. Das spielt sowohl bei der Befruchtung durch Geschlechtsverkehr als auch bei der IVF eine Rolle.

Vielen Frauen ist das Thema neu und sie erfahren erst im Zusammenhang mit einer geplanten Schwangerschaft oder im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung, ob sie vielleicht eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut haben.

Gebärmutterschleimhaut Aufbauen

Häufige Ursachen für eine dünne Gebärmutterschleimhaut

Eine dünne oder unzureichend aufgebaute Gebärmutterschleimhaut kann durch verschiedene Faktoren bedingt sein, darunter:

  1. Ein Mangel an Östrogen, dem wichtigsten Hormon für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, ist häufig eine der Hauptursachen. Östrogemangel führt im ganzen Körper zu dünneren und empfindlicheren Schleimhäuten.
  2. Blutarmut
  3. Gutartige Tumore an der muskulären Gebärmutterwand (Uterusmyome)
  4. Flüssigkeitsansammlung in den Eileitern (Hydrosalpinx)
  5. Schlechte Durchblutung der Gebärmutter
  6. Vernarbungen an der Gebärmutter (Asherman Syndrom): Diese können durch frühere Operationen oder Infektionen entstehen und den Schleimhautaufbau behindern.
  7. Chronische oder unbehandelte Beckenbodeninfektionen
  8. Schlecht durchgeführte Ausschabung der Gebärmutter
  9. Einnahme von hormoneller Verhütung über einen langen Zeitraum
  10. Medikamente mit Clomifen: Obwohl Clomifen häufig zur Förderung des Eisprungs eingesetzt wird, kann es in einigen Fällen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut negativ beeinflussen.
  11. Schilddrüsenunterfunktion

Gebärmutterschleimhaut aufbauen

Gebärmutterschleimhaut: Welche Dicke ist für den Kinderwunsch optimal?

Wenn die Gebärmutterschleimhaut zu dünn ist, bietet sie nicht genügend Nährstoffe und Stabilität für die Eizelle. Aber wie dick sollte sie idealerweise sein?

  • In der frühen Follikelphase (Zyklusbeginn): Zu Beginn deines Zyklus ist die Schleimhaut dünn, meist nur etwa 1–4 mm dick. In dieser Phase bereitet sich die Gebärmutter auf den Aufbau der Schleimhaut vor.
  • In der späten Follikelphase (vor dem Eisprung): Unter dem Einfluss von Östrogen beginnt die Schleimhaut zu wachsen. Eine Dicke von 6–8 mm gilt als ideal, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen.
  • In der Lutealphase (nach dem Eisprung): Nach dem Eisprung, wenn Progesteron freigesetzt wird, erreicht die Gebärmutterschleimhaut ihre maximale Dicke. Für eine erfolgreiche Einnistung sollte sie mindestens 7–8 mm betragen. Optimal sind jedoch Werte zwischen 8 und 14 mm.

Gebärmutterschleimhaut aufbauen

Du möchtest Deinen Körper noch besser kennenlernen? Dann erfährst Du hier, wie Du Deinen Eisprung erkennen kannst – und findest auch direkt einen kostenlosen Eisprungrechner.

Nicht nur die Dicke der Gebärmutterschleimhaut zählt

Neben der Dicke spielt auch die Struktur der Gebärmutterschleimhaut eine entscheidende Rolle für die Fruchtbarkeit. Eine optimal aufgebaute Schleimhaut zeigt kurz vor dem Eisprung eine sogenannte dreischichtige Struktur. Diese besteht aus drei gut erkennbaren Schichten, die im Ultraschall sichtbar sind und auf eine gesunde Funktion hinweisen.

Eine dreischichtige Schleimhaut weist darauf hin, dass die Schleimhaut nicht nur dick genug ist, sondern auch die richtige Qualität und Durchblutung besitzt, um eine erfolgreiche Einnistung der Eizelle zu ermöglichen. Fehlt diese Struktur, kann das trotz ausreichender Dicke die Chancen auf eine Schwangerschaft beeinträchtigen.

11 Tipps, wie Du eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut aufbauen kannst

Je nach Ursache gibt es einiges, was Du selbst für Deine Gebärmutterschleimhaut tun kannst. Die wichtigsten Informationen und Tipps haben wir im Folgenden für Dich gesammelt.

Gebärmutterschleimhaut Aufbauen

Mikronährstoffe ergänzen

Um eine gesunde Gebärmutterschleimhaut aufbauen zu können, benötigst Du eine optimale Versorgung mit verschiedenen Mikronährstoffen. Diese Nährstoffe unterstützen die Zellbildung, die Durchblutung und das hormonelle Gleichgewicht, die für den Schleimhautaufbau wichtig sind. Viele davon sind auch in unseren Produkten für den Kinderwunsch enthalten – Du findest diese etwa bei unseren Kinderwunsch Vitaminen.

  • Vitamin E: Fördert die Durchblutung der Gebärmutter und verbessert die Dicke der Schleimhaut. Es wirkt antioxidativ, was Zellschäden zusätzlich vorbeugt.
  • Omega-3-Fettsäuren: Wirken entzündungshemmend und verbessern die Durchblutung der Gebärmutter. In unseren Omega 3 Kapseln verwenden wir hochwertiges und reines Fischöl ohne künstliche Zusatzstoffe.
  • L-Arginin: Eine Aminosäure, die die Durchblutung fördert, indem sie die Gefäße weitet. Dies verbessert die Versorgung der Schleimhaut.
  • Eisen: Wichtig für die Sauerstoffversorgung des Endometriums. Ein Eisenmangel kann zu einer schlechten Schleimhautbildung führen.
  • Folsäure (Vitamin B9): Unterstützt die Zellteilung und -neubildung, wesentlich für den Aufbau der Schleimhaut und eine gesunde Schwangerschaft.
  • Vitamin C: Fördert die Kollagenbildung, stärkt die Blutgefäße und unterstützt die Durchblutung der Gebärmutter. Unsere Vitamin C Kapseln wirken sanft und sind gut verträglich.
  • Zink: Unterstützt die Zellteilung und das Immunsystem, was für die Regeneration und den Aufbau der Schleimhaut wichtig ist.
  • Vitamin D: Unterstützt die Hormonproduktion und spielt eine Rolle bei der Regulierung des Menstruationszyklus. Die hochdosierten Vitamin D3 Tropfen aus unserem Shop kannst Du ganz einfach anwenden.
  • Magnesium: Hilft, die Muskeln der Gebärmutter zu entspannen, was die Durchblutung fördern kann.
  • Selen: Ein Antioxidans, das Entzündungen reduziert und die allgemeine Gebärmuttergesundheit unterstützt.
  • B-Vitamine (B6 und B12): Regulieren die Hormonproduktion und unterstützen die Blutbildung, was wesentlich für die Schleimhaut ist.
  • Kupfer: Wichtig für die Blutbildung und die Elastizität der Blutgefäße.

Schau Dich für ergänzende Produkte zur sanften Unterstützung Deines Körpers im Alltag auch gerne unsere Frauenmantel Kapseln sowie unsere Mönchspfeffer Kapseln an.

Optimiere Deine Ernährung

Diese Lebensmittel sind besonders empfehlenswert:

  • Obst und Gemüse
  • Pflanzliches Eiweiß
  • Ungesättigte, pflanzliche Fette (etwa in Nüssen)
  • Fettreicher Fisch wie Lachs, der Omega-3-Fettsäuren liefert
  • Eisenhaltige Lebensmittel
  • Vollkornprodukte
  • Kräuter: Frauenmantel Tee oder Frauenmantel Tropfen in Wasser, Himbeerblätter Tee, Rotklee, Schafgarbe, Maca-Wurzel, Ginkgo, Grapefruit und Granatapfelsaft.

Diese Lebensmittel solltest Du eher meiden:

  • Zu viel rotes Fleisch
  • Zuckerreiche Lebensmittel
  • Übermäßiger Konsum von Milchprodukten

Trinke ausreichend

Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls unerlässlich. Trinke täglich mindestens 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht, um eine optimale Durchblutung der Gebärmutter und die Versorgung der Schleimhaut sicherzustellen.

Vermeide zu langes Sitzen

Langes Sitzen beeinträchtigt die Durchblutung, insbesondere im Beckenbereich. Wenn Du viel im Sitzen arbeitest, integriere regelmäßig Pausen, um Dich zu bewegen und die Durchblutung zu fördern.

Bewege Dich viel

Ein aktiver Lebensstil fördert die Durchblutung der Gebärmutter und sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Darüber hinaus hilft regelmäßige Bewegung, den Hormonhaushalt zu regulieren, was sich ebenfalls positiv auf die Schleimhaut auswirken kann. Besonders sanfte Übungen wie Yoga oder Pilates sind hierfür ideal.

Reduziere Stress

Stress ist schädlich für die Gebärmutterschleimhaut, da er den Hormonhaushalt stören kann – insbesondere die Produktion von Östrogen und Progesteron, die für den Aufbau der Schleimhaut wesentlich sind. Zudem erhöht Stress den Cortisolspiegel, was die Durchblutung der Gebärmutter beeinträchtigen kann.

Behalte Deinen Cholesterinspiegel im Auge

Cholesterin spielt eine zentrale Rolle bei der Produktion von Sexualhormonen wie Östrogen. Ein zu niedriger Cholesterinspiegel kann zu hormonellen Ungleichgewichten führen und den Schleimhautaufbau beeinträchtigen. Außerdem kann ein hoher Cholesterinspiegel die Durchblutung beeinträchtigen.

Verzichte auf Rauchen & Kaffee

Zigaretten und Koffein wirken sich negativ auf die Gebärmutterschleimhaut aus, da sie die Durchblutung der Gebärmutter beeinträchtigen. Nikotin reduziert den Sauerstoffgehalt im Blut und kann die Gefäße verengen, wodurch die Schleimhaut nicht optimal versorgt wird. Koffein in großen Mengen kann den Hormonhaushalt stören und die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, Östrogen effektiv zu nutzen.

Achte auf Dein Gewicht

Ein stabiles und gesundes Körpergewicht hat direkten Einfluss auf die Durchblutung des Beckens. Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht können die Durchblutung negativ beeinflussen.

Schlafe ausreichend

Schlaf ist wichtig für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, da er die Hormonregulation unterstützt, insbesondere die Produktion von Östrogen und Progesteron. Während des Schlafs regeneriert sich der Körper, verbessert die Durchblutung und fördert die Zellneubildung. Schlafmangel kann hingegen Stresshormone wie Cortisol erhöhen, die den Hormonhaushalt stören und den Schleimhautaufbau beeinträchtigen.

Akupunktur

Akupunktur kann die Durchblutung der Gebärmutter fördern. Zudem hilft sie, den Hormonhaushalt auszugleichen und Stress zu reduzieren. Viele Frauen berichten von einer verbesserten Schleimhautdicke nach regelmäßiger Akupunktur.

Wichtig: Wenn trotz all dieser Maßnahmen die Gebärmutterschleimhaut dünn bleibt oder andere Probleme auftreten, solltest Du unbedingt eine Frauenärztin aufsuchen.

Unterstütze jetzt Deinen Körper & Deine Gebärmutterschleimhaut

Besonders wenn Du Dir ein Baby wünschst, ist es entscheidend, dass Du gut auf Deinen Körper achtest. Dazu gehört, diesen mit den wichtigsten Nährstoffen zu versorgen – davon profitiert nicht nur die Gebärmutterschleimhaut.

Speziell für Frauen wie Dich, die Wert auf Natürlichkeit und eine möglichst einfache Einnahme ohne komplizierte Einzelpräparate legen, haben wir unsere Produkte entwickelt. So zum Beispiel unsere BabyBoom Kinderwunsch Kapseln, die sowohl Dich als auch Deinen Partner unterstützen. Auch unsere WomanToMum Kapseln und die Pimp my Eggs Kapseln sind sehr beliebt bei unseren Kundinnen auf ihrer Kinderwunschreise. Nutze zusätzlich unseren Ovulationstest, um Deine fruchtbaren Tage genau zu bestimmen – das erleichtert Dir die Planung und schenkt Dir mehr Gewissheit über Deinen Körper.

Gebärmutterschleimhaut Aufbauen.

Häufig gestellte Fragen zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

Hier beantworten wir noch weitere wichtige Fragen:

Was ist das Asherman-Syndrom und wie wird es behandelt?

Beim Asherman-Syndrom handelt es sich um Verwachsungen und Narbengewebe in der Gebärmutterhöhle. Diese werden oft durch eine Ausschabung verursacht. Das Syndrom wird meist durch eine operative Entfernung der Verwachsungen in der Gebärmutter (Hysteroskopie) behandelt. Anschließend können Hormontherapien mit Östrogen eingesetzt werden, um die Regeneration der Gebärmutterschleimhaut zu fördern. Eine engmaschige ärztliche Nachkontrolle ist entscheidend, um den Heilungsverlauf zu überwachen und erneute Verwachsungen zu verhindern.

Welche Auswirkungen hat eine zu dicke Gebärmutterschleimhaut?

Eine zu dicke Gebärmutterschleimhaut kann zu Problemen bei der Einnistung der Eizelle führen und das Risiko von Fehlgeburten oder Problemen mit der Fruchtbarkeit erhöhen. In einigen Fällen kann auch eine Hyperplasie (übermäßiges Wachstum) entstehen, die behandelt werden muss.

Kann ich mit einer dünnen Gebärmutterschleimhaut schwanger werden?

Ja, eine Schwangerschaft ist möglich, aber eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut kann die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung verringern. Der Eizelle fehlt dann der Halt.

Ist die Menstruation bei einer dünnen Gebärmutterschleimhaut schwächer?

Ja, wenn die Gebärmutterschleimhaut zu dünn ist, kann die Menstruation schwächer ausfallen, da weniger Schleimhaut abgebaut und ausgestoßen wird. Dies zeigt sich oft in einer leichteren oder kürzeren Blutung.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Wenn trotz all dieser Maßnahmen die Gebärmutterschleimhaut dünn bleibt oder andere Probleme auftreten, empfehle ich Dir unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Moderne Diagnostik wie Ultraschalluntersuchungen während eines Zyklusmonitorings und Gebärmutterspiegelung können dabei helfen, die Ursache zu finden und gezielt zu behandeln.

Kann eine Ausschabung langfristige Auswirkungen auf die Gebärmutterschleimhaut haben?

Ja, eine Ausschabung kann in manchen Fällen langfristige Auswirkungen auf die Gebärmutterschleimhaut haben. Wenn das Endometrium dabei verletzt oder zu stark entfernt wird, können Vernarbungen (sogenanntes Asherman-Syndrom) entstehen, die den Aufbau der Schleimhaut und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Eine sorgfältige Nachsorge durch den Arzt ist wichtig, um mögliche Risiken zu erkennen und zu behandeln.

Hast Du eigene Erfahrungen oder Tipps? Teile sie gerne in den Kommentaren! 😊

Alles Liebe

Eure Heilpraktikerin Karin Heidmann

Quellen: 

Familienplanung.de – Gebärmutter-Schleimhaut
Familienplanung.de – Zyklus & Hormone
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Über Karin Heidmann

Karin Heidmann machte bis 2001 in Hamburg ihre Ausbildung zur examinierten Krankenschwester und schloss 2009 ihr Studium zur Heilpraktikerin ab. Darüber hinaus belegte sie nach ihrem Examen 2009 in den folgenden Jahren Fachfortbildungen zum Thema, Mykotherapie, Phytotherapie, Homöopathie, Schüssler Salze, Ernährungs- und Vitalstoffberatung. Bis zu der Geburt ihrer Kinder arbeitete sie überdies viele Jahre in der Gynäkologie und später in der Intensivmedizin.

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