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Eine gesunde Scheidenflora ist für die allgemeine Gesundheit der Frau unerlässlich, insbesondere wenn es um den Kinderwunsch geht. Leider wissen viele Frauen nicht, wie eng diese beiden Themen miteinander verbunden sind. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die Zusammenhänge zwischen einer gestörten Scheidenflora und dem Kinderwunsch und geben Tipps zur Prävention und Behandlung.
Die Scheidenflora, auch als Vaginalflora bekannt, besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, die im Gleichgewicht miteinander leben. Die dominierenden Bakterien in einer gesunden Scheidenflora sind die Milchsäurebakterien (Lactobazillen), die eine saure Umgebung schaffen und somit vor Infektionen schützen. Diese Bakterien spielen eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung des pH-Werts der Vagina, der normalerweise zwischen 3,8 und 4,5 liegt.
Es gibt viele Faktoren, die das empfindliche Gleichgewicht der Scheidenflora stören können, darunter:
Um eine gesunde Scheidenflora aufrechtzuerhalten und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Ja, man kann trotz einer Milchsäurekur schwanger werden. Milchsäurekuren werden oft verwendet, um das Gleichgewicht der Scheidenflora wiederherzustellen und den pH-Wert der Vagina zu regulieren. Diese Kuren beeinflussen die Fruchtbarkeit in der Regel nicht negativ und können sogar dazu beitragen, ein gesundes vaginales Umfeld zu schaffen, das die Befruchtung begünstigt.
Ein vaginaler pH-Wert von etwa 7 bis 8 ist optimal für Spermien. Dies ist leicht alkalisch und begünstigt die Überlebensfähigkeit und Beweglichkeit der Spermien, während ein zu saurer pH-Wert in der Vagina (unter 4,5) die Spermienbeweglichkeit beeinträchtigen und deren Lebensdauer verkürzen kann.
Obwohl die gesunde Scheidenflora normalerweise einen sauren pH-Wert von 3,8 bis 4,5 aufweist, hilft der Zervixschleim, der während des Eisprungs produziert wird, den vaginalen pH-Wert vorübergehend zu neutralisieren, wodurch eine spermienfreundlichere Umgebung entsteht.
Mehrere Infektionen können die Einnistung eines Embryos in der Gebärmutter verhindern oder erschweren, darunter:
Es ist wichtig, Infektionen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, um die Fruchtbarkeit und die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung zu verbessern. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine gute sexuelle Gesundheitspraxis sind dabei entscheidend.
Ja, es kann sinnvoll sein, den vaginalen pH-Wert während der Schwangerschaft auch zu Hause zu kontrollieren. Ein normaler pH-Wert hilft, Infektionen zu verhindern, die zu Komplikationen wie Frühgeburten führen können. Die regelmäßige Überwachung kann helfen, frühzeitig Abweichungen zu erkennen und rechtzeitig ärztlichen Rat einzuholen. pH-Teststreifen sind einfach zu verwenden und können eine praktische Ergänzung zur pränatalen Betreuung sein. Dennoch sollte die Selbstkontrolle keine ärztlichen Untersuchungen ersetzen. Bei auffälligen Werten oder Symptomen ist es wichtig, sich umgehend an einen Arzt zu wenden.
Der “Ping-Pong-Effekt” tritt auf, wenn bei der Behandlung von Pilzinfektionen beide Partner gleichzeitig behandelt werden müssen, um eine gegenseitige Ansteckung und Wiederansteckung zu verhindern. Dies geschieht, weil Pilze von einem Partner auf den anderen übertragen werden können, auch wenn der infizierte Partner keine Symptome zeigt. Daher ist es wichtig, dass beide Partner antimykotische Medikamente verwenden, um den Zyklus der Infektion zu unterbrechen und eine vollständige Genesung sicherzustellen.
Mit einer bewussten bzw. gesunden Lebensweise und der richtigen Pflege kann eine gestörte Scheidenflora vorgebeugt oder sogar behoben und der Kinderwunsch optimal unterstützt werden.
Wenn Dich dieses Thema interessiert oder Du weitere Fragen habt, lass es mich in den Kommentaren wissen.
Alles Liebe
Deine Heilpraktikerin Karin Heidmann
Quelle: