männliche Unfruchtbarkeit

Männliche Unfruchtbarkeit:

ist ein oft tabuisiertes Thema, das jedoch viele Paare betrifft, die sich ein Kind wünschen. In unserer Gesellschaft wird Unfruchtbarkeit oft mit Frauen in Verbindung gebracht, aber Studien zeigen, dass etwa die Hälfte der Fälle von Unfruchtbarkeit auf Probleme beim Mann zurückzuführen sind. Wenn Paare Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, ist es daher genauso wichtig, die männliche Fruchtbarkeit zu untersuchen wie die weibliche. Aber welche Untersuchungen sollten Männer durchführen lassen?

Spermienanalyse

Die wichtigste Untersuchung für männliche Unfruchtbarkeit ist die Spermienanalyse. Dabei wird die Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien im Ejakulat bewertet. Eine niedrige Spermienzahl, schlechte Beweglichkeit oder abnormale Formen können auf Probleme mit der Fruchtbarkeit hinweisen. In einigen Fällen kann auch die Überprüfung anderer Parameter wie des pH-Werts, der Viskosität oder des Gehalts an Immunzellen im Ejakulat erforderlich sein.

Hormonelle Untersuchungen

Bestimmte Hormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Spermien. Daher können Hormontests Aufschluss darüber geben, ob ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt, das die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. Typische Hormone, die überprüft werden, sind männliche Hormone, FSH (follikelstimulierendes Hormon), LH (luteinisierendes Hormon), DHEA und Prolaktin.

Schilddrüsen Untersuchung

Die Schilddrüse spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Hormonhaushalts im Körper, einschließlich Hormonen, die für die Fruchtbarkeit wichtig sind. Daher ist es wichtig, die Schilddrüsenfunktion zu überprüfen, wenn männliche Unfruchtbarkeit diagnostiziert wird.

Hier sind einige Gründe, warum die Schilddrüse bei der Untersuchung männlicher Unfruchtbarkeit berücksichtigt werden sollte:

  1. Hormonelle Regulation: Die Schilddrüse produziert Hormone wie Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), die den Stoffwechsel und den Energiehaushalt im Körper regulieren. Ein Ungleichgewicht dieser Hormone kann den Hormonspiegel im Körper insgesamt beeinflussen, was wiederum die Produktion von Hormonen wie FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) beeinträchtigen kann, die für die Spermienproduktion wichtig sind.
  2. Spermienqualität: Studien haben gezeigt, dass Schilddrüsenstörungen, insbesondere Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse), die Spermienqualität beeinträchtigen können. Eine schlechte Spermienqualität kann die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung verringern.
  3. Libido und sexuelle Funktion: Eine gestörte Schilddrüsenfunktion kann auch Libido und sexuelle Funktion beeinträchtigen, was sich wiederum negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken kann.
  4. Vermeidung weiterer Komplikationen: Schilddrüsenerkrankungen können mit anderen Gesundheitsproblemen wie Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck assoziiert sein, die ebenfalls die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Durch die frühzeitige Identifizierung und Behandlung von Schilddrüsenproblemen können weitere Komplikationen vermieden werden.

Genetische Tests

Männliche Unfruchtbarkeit können in einigen Fällen auf genetische Ursachen zurückzuführen sein. Daher können genetische Tests durchgeführt werden, um nach genetischen Anomalien zu suchen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten. Dazu gehören z.B. das Karyogramm, um Chromosomenanomalien zu identifizieren, oder Tests auf Mutationen in Genen, die für die Spermienproduktion wichtig sind.

Ultraschalluntersuchungen

Ultraschalluntersuchungen können verwendet werden, um Anomalien in den Fortpflanzungsorganen wie Hoden oder Nebenhoden zu identifizieren. Diese Anomalien könnten die Produktion oder den Transport von Spermien beeinträchtigen und somit die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Durchgängigkeitsprüfung der Samenwege

In einigen Fällen kann eine Blockade oder ein anderer Defekt in den Samenwegen vorliegen, die den Transport der Spermien behindert. Eine Durchgängigkeitsprüfung der Samenwege, z.B. durch eine Untersuchung mit Kontrastmittel oder eine spezielle Ultraschalluntersuchung, kann dabei helfen, solche Probleme zu identifizieren.

Lebensstil- und Umweltfaktoren

Neben medizinischen Tests sollten auch Lebensstil- und Umweltfaktoren berücksichtigt werden, da sie die männliche Fruchtbarkeit erheblich beeinflussen können. Dazu gehören Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Drogenkonsum, übermäßige Hitzeexposition (z.B. durch häufiges Saunieren oder das Tragen enger Unterwäsche), starkes Übergewicht oder Untergewicht, sowie Exposition gegenüber Chemikalien oder Strahlung am Arbeitsplatz.

Weichmacher

Weichmacher sind chemische Verbindungen, die in vielen Kunststoffprodukten vorkommen und die männliche Unfruchtbarkeit verursachen kann. Sie können das endokrine System stören und die Produktion von Hormonen wie zum Beispiel die männlichen Hormone beeinflussen, was zu einer Verringerung der Spermienzahl, einer Beeinträchtigung der Spermienqualität und sogar zu Unfruchtbarkeit führen kann. Die Exposition gegenüber Weichmachern kann durch den Kontakt mit Weichspülern, Kunststoffprodukten wie Lebensmittelverpackungen, Trinkflaschen oder PVC-Beschichtungen erfolgen. Es ist wichtig, die Exposition gegenüber Weichmachern zu minimieren, indem man auf Produkte aus Kunststoff verzichtet oder Produkte verwendet, die als “BPA-frei” oder “phthalatfrei” gekennzeichnet sind.

Die komplette Checkliste zum Download findest Du hier

Männliche Unfruchtbarkeit Diagnostik Ursachen Untersuchungen Unerfüllter KinderwunschMein Fazit

Insgesamt ist es wichtig zu erkennen, dass die männliche Unfruchtbarkeit kein seltenes oder isoliertes Problem ist. Es erfordert genauso viel Aufmerksamkeit und Untersuchungen wie die weibliche Unfruchtbarkeit. Die frühzeitige Identifizierung von Problemen und die Zusammenarbeit mit Fachärzten kann dazu beitragen, die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu verbessern und Paaren zu helfen, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Mein Tipp

Die Qualität der Spermien kann durch eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung positiv beeinflusst werden. Auch der gezielte Einsatz von Mikronährstoffe wie zum Beispiel Zink, Selen, Coenzym, Vitamin B, C, D und E, Magnesium und Omega 3 Fettsäuren können helfen, die Spermienwerte zu verbessern. Hier beschreibe ich Dir 5 genauer:
  1. Folsäure, auch als Vitamin B9 bekannt, ist wichtig für die DNA-Synthese und kann die Spermienproduktion fördern.
  2. Zink spielt eine Schlüsselrolle bei der Produktion und Reifung der Spermien.
  3. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, das die Spermien vor schädlichen freien Radikalen schützen kann.
  4. Vitamin D, ein Mangel wurde mit niedrigeren Spermienzahlen und schlechterer Spermienqualität in Verbindung gebracht.
  5. Omega-3-Fettsäuren können die Spermienmotilität verbessern und die Spermienproduktion steigern.

Siehe dazu auch meinen Artikel über Pimp my Sperm.

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Wenn Dich dieses Thema interessiert oder Du weitere Fragen hast, lass es mich in den Kommentaren wissen.

Alles Liebe

Deine Heilpraktikerin Karin Heidmann

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Quelle

https://www.kinderwunschzentrum-an-der-oper.de/de/kinderwunsch/diagnostik/untersuchungen-beim-mann.html

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Über Karin Heidmann

Karin Heidmann machte bis 2001 in Hamburg ihre Ausbildung zur examinierten Krankenschwester und schloss 2009 ihr Studium zur Heilpraktikerin ab. Darüber hinaus belegte sie nach ihrem Examen 2009 in den folgenden Jahren Fachfortbildungen zum Thema, Mykotherapie, Phytotherapie, Homöopathie, Schüssler Salze, Ernährungs- und Vitalstoffberatung. Bis zu der Geburt ihrer Kinder arbeitete sie oberdies viele Jahre in der Gynäkologie und später in der Intensivmedizin.

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